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Daniel Libeskind, B.Arch. M.A. BDA

Biographie


Daniel Libeskind
Daniel Libeskind


Offener Brief von Daniel Libeskind

Daniel Libeskind ist ein international renommierter Architekt und Stadtplaner. Er ist bekannt für einen neuen kritischen Diskurs in der Architektur und für seinen multidisziplinären Ansatz. Sein Schaffen reicht von größeren kulturellen Einrichtungen wie Museen und Konzertgebäude über Landschafts- und Stadtplanungen bis hin zum Entwurf von Bühnenbildern, Installationen und Ausstellungen. 1946 wurde Libeskind in Polen geboren, 1965 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er studierte Musik in Israel (mit einem Stipendium der America-Israel Cultural Foundation) und in New York , wurde ein professioneller Musiker und wechselte von der Musik zur Architektur; er schloß 1970 sein Architekturstudium an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York City ab und machte 1972 einen Postgraduierten-Abschluß in Architekturgeschichte und -theorie an der School of Comparative Studies in Essex.
Förderkreis  

Grundriss Erdgeschoss

 

 

 

Daniel Libeskind arbeitet seit 1990 in Berlin als Architekt, nachdem er den Wettbewerb für das Berlin Museum mit dem Jüdischen Museum 1989 gewonnen hatte, das nun eröffnet wird. Sein Museum für die Stadt Osnabrück, das Felix Nussbaum Haus, wurde im Juli 1998 eröffnet.

Daniel Libeskind und seine Familie leben und arbeiten in Berlin. Er ist Mitglied des Bund Deutscher Architekten (BDA). Momentan entwirft und baut er 'The Spiral', Erweiterungsbau des Victoria & Albert Museums London; The Imperial War Museum - North in Manchester; das Konzerthaus MUSICON BREMEN; The Jewish Museum San Francisco, USA; JVC Universität in Guadalajara, Mexico; das Shoah Centre in Manchester, England; und er beteiligt sich an der Reurbanisierung des ehemaligen SS-Geländes in Sachsenhausen, Oranienburg.

Libeskind hat an vielen Universitäten der Welt gelehrt und Vorträge gehalten. Er war Head of the Department of Architecture an der Cranbrook Academy of Art von 1978 bis 1985, gründete und leitete von 1986 bis 1989 Architecture Intermundium, ein privates, nicht profitorientiertes Institut für Architektur und Stadtplanung in Mailand. Er war Senior Scholar am John Paul Getty Centre und der Royal Danish Academy of Art; er hatte die Louis Sullivan Professur in Chicago, die Bannister Fletcher Professur an der Universität London; den Davenport Chair an der Yale University; Mitglied der Akademie der Künste seit 1990; Mitglied der European Academy of Arts and Letters und er war unter anderem Gastprofessor an der Harvard Universität. Momentan ist er Professor an der UCLA und der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe.

Libeskind hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den American Academy of Arts and Letters Award for Architecture, den Berliner Kulturpreis 1997, er erhielt die Ehrendoktorwürde der Humboldt Universität Berlin und des College of Arts and Humanities der Essex University. Sein Werk wurde ausführlich in großen Museen und Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt und war auch Thema zahrlreicher internationaler Publikationen in vielen Sprachen. Seine Ideen haben eine neue Architektengeneration und all die, die sich an der zukünftigen Entwicklung von Städten und der Kultur interessieren, beeinflußt.

 

Aktuelle Projekte

Das Jüdische Museum Berlin (im Januar 1999 eröffnet) ist durch einen zentralen Raum bestimmt, der vollkommen leer ist: weder betretbar noch wirklich einsehbar steht er für die Abwesenheit der Jüdischen Kultur nach dem Holocaust. Dieser Leerraum durchzieht als gerade Linie die Museumsräume, die im Grundriß in Zickzackform gegliedert sind. Im Konzept des Baus schwingt Schönbergs unvollendete Oper "Moses und Aaron" mit. Walter Benjamins "Einbahnstrasse" und Verbindungslinien der Wohnorte Berliner Bürger sind die unsichtbare Matrix des Gebäudes. Von außen stellt der Bau einen städtebaulichen Rahmen für ein sehr disparates Umfeld dar: zwischen Stadtvillen der IBA und Plattenhochhäusern, direkt neben dem wiederaufgebauten barocken Kollegienhaus, ist der zinkverkleidete Neubau zugleich Einschnitt und Brücke, der einen über das Grundstück hinausgehenden Landschaftsraum definiert: als Garten, Spielplatz, Park, Gedenkort ist es ein Ort für alle Berliner.

Das Felix Nussbaum Haus Osnabrück wurde letztes Jahr eröffnet. Der dramatische Bau aus Holz, Zink und Beton ist dem Leben und Werk des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum gewidmet, der von den Nazis verfolgt und ermordet wurde. Das Haus thematisiert ein jüdisches Schicksal und fügt sich wie eine urbane Erzählung in die Osnabrücker Umgebung ein. Der Bau ist sehr klar gegliedert: drei sich überschneidende Baukörper. Beim Durchlaufen eröffnen sich auf zwei Etagen dynamische und sehr verschiedenartig artikulierte, labyrinthisch wirkende Ausstellungsräume, die erst im Wechselspiel mit den Kunstwerken ihre volle Kraft entfalten.

"The Spiral" - der Name des Erweiterungsbaus des Victoria and Albert Museums London - beschreibt die Form des Gebäudes sehr plastisch: Eine chaotische, auf der Basis eines Algorithmus berechnete Spirale wird sich zwischen denkmalgeschützten Altbauten in die Luft winden, von oben neue Blicke auf die Stadt zulassen und innen Raum bieten für Wechsel- und Dauerausstellungen, mit denen das Museum als eines der traditionsreichsten Kunsthandwerksmuseen in das nächste Jahrtausend blicken möchte.

Der Entwurf für das Imperial War Museum of the North in Manchester (England) setzt sich aus fragmentarischen Bruchstücken des Erdballs zusammen: ineinander verhakte monumentale "Scherben", auf die bei Nacht von außen weithin sichtbare Bilder projiziert werden. Der Neubau setzt sich in einen klaren stadträumlichen Bezug zu den umliegenden Industriegebieten am Schiffahrtskanal von Manchester. Nach innen skulpturieren die "Scherben" die Ausstellungsräume. Im Gebäudekern wird ein Kino liegen, darüber Computerarbeitsplätze, ein Lichtbrunnen und ein öffentliches Forum, auf dem Fernsehgeräte die aktuellen Nachrichten aus aller Welt zeigen werden. Die unmittelbare Umgebung mit Blick auf nicht mehr genutzte Industriebauten ist symbolisch den 24 Zeitzonen zugeordnet und soll Kindern, lokalen Gruppierungen, Künstlern übergeben werden, die diesen sich im ständigen Wandel befindlichen Ort mitgestalten werden.

Das Jewish Museum San Francisco wird das Wesen jüdischen Lebens in Amerika zum Gegenstand haben und die Öffentlichkeit in einem großen Rahmen mit Fragen und Antworten der jüdischen Identität und ihrer Zukunft in der amerikanischen Gesellschaft konfrontieren. In enger Zusammenarbeit mit den Ausstellungsmachern und den Museumsverantwortlichen entsteht ein innovatives und individuelles
Gebäudekonzept.

Die JVC Universität Guadalajara (Mexico) wird die Institute für Architektur, Erziehungswissenschaften und Verwaltungswissenschaften in einem flexibel nutzbaren Gebäudekomplex aus vier ineinander verschränkten Baukörpern unterbringen. Die Notwendigkeit intensiver, überschaubarer Räume, in denen eine problemlose und entspannte Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Fachbereichen stattfinden kann, ist wesentlich für eine Wissenschaft im 21. Jahrhundert.

In Allerton Bywater (Mittelengland) entsteht in enger Abstimmung mit den dort lebenden Menschen ein Masterplan für eine nachhaltige Dorfentwicklung. In dem ehemaligen Kohleabbaugebiet schaffen neue Wohnformen, ein innovatives Arbeitsplatzangebot, Dienstleistungen und Gemeinschaftsprojekte ein inspirierendes Lebensumfeld mit höchsten ökologischen Ansprüchen.

Das städtebauliche Konzept für den Berliner Vorort Lichterfelde Süd entdeckt den Stadtrand als "sichtbares Archipel", eine sich zum Stadtrand auflösende heterogene Inselgemeinschaft, in der die städtischen Strukturen durchdrungen werden durch die offene Landschaft des Umlands. Ein flexibles Rahmenwerk läßt Anpassungen an veränderte Nutzungsanforderungen zukünftiger Generationen zu.

 

Ausgewählte Monographien

Between Zero and Infinity, New York, Rizzoli, 1981.

Chamberworks, Architectural Association, London, 1983.

Theatrum Mundi, Architectural Association, London, 1985.

Line of Fire, Mailand, Electa, 1988.

Marking the City Boundaries, Groningen (Niederlande), 1990.

Daniel Libeskind, Countersign, Academy Editions, London, and Rizzoli Editions, New York, 1992.

Jüdisches Museum, Hg.: Kristin Feireiss, Ernst & Sohn, Berlin, 1992, (winner of the book design award from the German publisher's
commission).

Radix:Matrix: Works and Writings of Daniel Libeskind, in Deutsch 1994 und in Englisch, 1997. Prestel Verlag, München.

Daniel Libeskind: Kein Ort an seiner Stelle, Verlag der Künste, Dresden, 1995.

El Croquis, in Spanisch und Englisch, Madrid, November 1996.
Unfolding, Daniel Libeskind and Cecil Balmond, NAI Uitgevers/Publishers, Rotterdam, 1997.

Fishing from the Pavement, NAI Uitgevers/Publishers, Rotterdam, 1997.

Museum ohne Ausgang: Das Felix-Nussbaum-Haus des Kulturgeschichtlichen Museums Osnabrück - Daniel Libeskind, Dr. Thorsten Rodiek, Wasmuth Verlag, Tübingen, Herbst 1998.

Universale di architettura. Daniel Libeskind, Museo ebraico, Berlino. Text von Livio Sacchi, Testo & Immagine s.r.l., Torino. September 1998.

Jüdisches Museum Berlin, Daniel Libeskind. Prestel Verlag, München. Auch in Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch erschienen. Januar 1999.

Jüdisches Museum Berlin, Verlag der Kunst, Berlin. Auch in Englisch erschienen. Januar 1999.

Das Jüdische Museum Berlin. Elke Dorner, Gebr. Mann Verlag. März 1999.

 

Ausgewählte Projekte

Felix Nussbaum Museum, Osnabrück. Eröffnet im Juli 1998.

Jüdisches Museum, Ber-lin. Eröffnung Januar 1999.

Jewish Museum San Francisco, San Francisco. Entwurfsphase. Baubeginn 2000. Fertigstellung 2002.

The Spiral: Extension to the Victoria and Albert Museum, London, England. Wettbewerb (1. Preis), 1996. Entwurfsphase, erflogreiches Plangenehmigungsverfahren, Fertigstellung voraussichtlich 2003.

Imperial War Museum - North, Manchester, Trafford, England. Wettbewerb (1. Preis), 1997. Entwurfsphase. Fertigstellung voraussichtlich 2002.

Shoah Centre, Manchester, Trafford, England. Entwurfsphase. Fertigstellung 2002.

JVC University, Schools of Architecture, Teacher Training and School of Public Policy, Guadalajara, Mexico. Entwurfsphase. Voraussichtliche Fertigstellung 2001.

Uozu Observatory, Uozu, Japan. Eröffnet November 1997.

Polderland Garden, Almere, Niederlande. June 1997.

Konzerthaus MUSICON BREMEN. Wettbewerb (1. Preis), 1995.

Sachsenhausen, Oranienburg. Urbanisierung ehemaligen SS-Geländes. Wettbewerb (Sonderpreis), 1993. Ausarbeitung des B-Plans, 1996.

Lichterfelde Süd, Berlin. Städtebauliches Gutachten, 1994.

Städtebaulicher Wettbewerb (2. Preis) 1998.

Landsberger Allee, Berlin. Städtebaulicher Wettbewerb (1. Preis), 1995.

Alexanderplatz, Berlin. Städtebaulicher Wettbewerb (2. Preis), 1993.

Potsdamer Platz, Berlin. Städtebaulicher Wettbewerb, 1991.

Erweiterung der National Gallery, Dublin, Ireland. Wettbewerb (2. Preis) 1996.

Neue Synagoge und Gemeindezentrum, Duisburg. Wettbewerb (2. Preis) 1996.

Neues Außenministerium, Berlin. Wettbewerb (Sonderpreis), 1996.

Marking the City Boundaries, Groningen, Netherlands. Urban design and individual construction. 1994.

Bürokomplex Wiesbaden, Wiesbaden. Wettbewerb (1. Preis), 1992.

Centre d’Art Conemporaine, Tours (Frankreich). Zweite Phase. 1993.

Garden Pavillion, International Gardens Exposition, Osaka, Japan, 1990.

City Edge, Berlin. Internationale Bauaustellung (IBA). Wettbewerb ( 1. Preis), 1987.

 

Daniel Libeskind

Beyond the Wall 26.36°, Netherlands Architecture Institute, Rotterdam. September 1997.

Konzept und Installation der biographischen Ausstellung. Moskau-Berlin / Berlin-Moskau, 1900-1950, Ausstellung im Martin-Gropius-Bau, Berlin, Ausstellungskonzept 1995-96. Erster Preis für "Beste Ausstellung"

George Grosz Retrospective. Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie, Berlin / Staatsgalerie, Stuttgart, Installation und Ausstellungsdesign für die graphische Sammlung. 1994-5. Zweiter Preis für "Beste Ausstellung".

"The Architect", Oslo National Theatret, Oslo. August 1997. Szenographie und Kostümentwurf.

"Metamorphosis", Gladsaxe theater, Copenhagen, Denmark. Szenographie und Kostümentwurf. 1994-95.

 

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